Die Uni feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Wir fragen deshalb: Wie sah das Studentenleben in den 1970er Jahren, also in den Anfangsjahren der Uni, aus? Hier einige Erfahrungen des Sportpädagogen Uwe Bergmann (60), Student der ersten Stunde.
„Damals gab es kein Internet, keine Computer, ich hatte auch kein Telefon, aktuelle Infos musste ich auf Schwarzen Brettern suchen und auf jeder Toilette hing ein Poster von Frank Zappa“, sagt Bergmann. Man habe sich fürs Studieren Zeit gelassen und sich gesellschaftlich und politisch engagiert. „Getreu dem Motto: Wer als junger Mensch nicht links ist, hat kein Herz, wer im Alter immer noch links ist, hat keinen Verstand, haben wir uns einen Hippieanstrich gegeben und waren gegen alles“, erinnert sich Bergmann mit einem Schmunzeln.
Auf dem Campus habe sich nicht viel abgespielt, dort sei man nur zum Lernen gewesen. Das eigentliche Studentenleben habe in der Paderborner Innenstadt stattgefunden. Vermisst habe er ein gutes Freizeitangebot, so wie es der Hochschulsport heute anbiete und eine Mensa. „Damals gab es nur Gutscheine für Restaurants in der Stadt.“
40 Jahre sind nun vergangen: Im Rückblick sei manches heute besser, manches schlechter, manches auch gleich geblieben, meint Bergmann. „Das Wichtigste jedoch ist, dass die heutigen Studenten unbeschwert und ohne Angst vor der Zukunft studieren können – so wie ich in den 1970er Jahren“, wünscht sich Bergmann für die heutige Generation. (Text: Patrick Kleibold)
Index A-Z | Impressum | Webmaster | Login | Geändert am: 02.04.2012